3. Tag: Auf Dichterspuren durch die Lowlands
Raus aus Edinburgh in die Scottish Borders nach Melrose.
Das Kloster Melrose (Melrose Abbey) wurde im Jahr 1146 auf Bitten des schottischen Königs David I. von Mönchen des Zisterzienserordens errichtet.
Alexander II. von Schottland und andere schottische Könige und Adelige sind hier beerdigt.
Das einbalsamierte Herz von Robert The Bruce soll auch auf dem Klostergelände begraben worden sein, nachdem man es von einem Kreuzzug zurückgebracht hatte. Im Jahr 1921 wurde eine Bleikiste gefunden.
Weiter mit Melrose Abbey.
Ein Dudelsack spielendes Schwein zeigt sich am Dach.
Das Zentrum von Melrose. Die Begonien wachsen hier wie Unkraut.
Weiter nach Abbotsford House. Hierbei handelt es sich um ein historisches Haus, welches am Südufer des Flusses Tweed liegt. Erbaut wurde es für den schottischen Schriftsteller Walter Scott.
Der Kern des Anwesens war eine kleine Farm namens Cartleyhole, „Schlammloch“. Scott kaufte sie 1811 von Reverend Robert Douglas of Galashiels, nachdem sein Mietvertrag des Nachbarhauses Ashestiel ausgelaufen war. Durch mehrere Zukäufe, zuletzt im Jahre 1817 von Toftfield, erweiterte er die Fläche des Anwesens auf rund fünf Kilometer. Die Gebäude des ursprünglichen Bauernhofes gestaltete er durch Umbauten und erhebliche Erweiterungen bis zum Jahre 1824 nach und nach zum Herrenhaus Abbotsford House um, wobei er viele Skulpturen aus schottischen Burgruinen und Abteien in die Wände einbaute.
Sir Walter Scott hat Hunde sehr gemocht. Da wundert es nicht, dass man im Souvenirshop Gegenstände für Hunde kaufen kann.
Hunde sind willkommen. 😊
In der Mittagspause bin ich zum Dorfmetzger und kaufte mir eine Sausage Roll. Die war sehr lecker. 🤤
Wer entdeckt den Haggis? 🫣
Die Bäckerei im Dorf.
Ein kleiner (Gemüse-)Garten mit Obstbäumen - ja, hier wächst was. 😅
Die Äpfel und weiteres Gemüse können gekauft werden.
Weiter ging es zu Scott‘s View. Ein Aussichtspunkt von dem sich das Tal des Flusses Tweed überblicken lässt. Benannt ist er nach Sir Walter Scott, der hier so regelmäßig Rast gemacht haben soll, dass seine Pferde auch ohne Kommando an dieser Stelle anhielten. Der Legende nach sollen sie dieses ebenfalls getan haben, als sie nach seinem Tod als Teil des Trauerzuges diesen Punkt passierten.
Zurück in Edinburgh - auf der Suche nach Essen. Es gab Pulled Pork. 😬
Der sprechende Hut aus Hogwarts.
Im Anschluss bin ich nochmals auf den Greyfriars-Friedhof gegangen und habe gezielt ein bestimmtes Grab gesucht.
Als J.K. Rowling Harry Potter schrieb, ließ sie sich auf diesem Friedhof inspirieren. So kam es, dass der „Bösewicht“ Lord Voldemort den bürgerlichen Name Thomas Riddle erhielt.
Eine weitere Besonderheit dieses Friedhofs ist die Geschichte von Greyfriars Bobby. Ein Skye Terrier, der durch eine sagenhafte Treue zu seinem Herrn bekannt wurde.
Bobby gehörte dem Polizisten John Gray und soll nach dessen Tod im Jahr 1858 die übrigen 14 Jahre seines eigenen Lebens an Grays Grab auf dem Kirchhof der Greyfriars Kirk verbracht haben. Er verließ seinen Platz nur zu den Mahlzeiten, die ihm im nahe gelegenen „Coffee House“ gereicht wurden. Zeitgenössischen Berichten zufolge fanden sich zur Mittagszeit regelmäßig Schaulustige vor dem Friedhof ein, um den Hund bei seinem täglichen Gang zum Coffee House zu beobachten, zu dem er sich jeweils nach Abfeuerung der Ein-Uhr-Kanone aufmachte. Bobby starb schließlich im Alter von 16 Jahren und wurde ebenfalls auf dem Greyfriars-Friedhof beerdigt - heimlich, weil dort eigentlich keine Tiere beerdigt werden dürfen. Doch in diesem Fall wäre jeder andere Ort undenkbar gewesen.
An das Grab von Bobby werden Stöckchen gelegt. 🫶🏻
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