8. Tag: Zu Gast bei Hexen und Seemonstern

Auf an die Westküste Schottlands.

Erster Halt war heute an Sueno‘s Stone, eine 7 Meter hohe und ca. 1,35 Meter breite flache Steinstele (Kreuzstein) aus Rotsandstein, die aus der Ära der Pikten stammt. 
Seit den 1990er Jahren steht er zum Schutz gegen jede Art von Vandalismus und Erosion in einem Panzerglasgehäuse.
Nach heutiger Erkenntnis stellen die Kriegs- oder Kampfszenen auf dem Stein, die Anlass zu vielen Spekulationen gegeben haben, einen bisher unbekannten Sieg der Pikten über einen anderen Stamm aus Ostschottland dar.







Weiter nach Cawdor Castle. 1380 wird die Anlage erstmals erwähnt. William, Thane of Cawdor errichtete einen massiven Kampfturm. Von einer Schildmauer oder Kämpfen um die Burg ab 1380 sind keine Quellen erhalten geblieben. Erst ab 1638 sind wieder Quellen zu finden, hier begann die Instandsetzung des Turmes mit dem alten Salon und dem nördlichen Flügel. Während des Bürgerkriegs wurden nur einige Heuschober durch die englischen Soldaten Lord Montroses angezündet. Selbst während der blutigen Feldzüge Oliver Cromwells war Cawdor Castle von der Beherbergung von Soldaten und Offizieren befreit. Dies ist der Grund, weshalb die teure Inneneinrichtung noch erhalten ist.

Cawdor Castle ist eng mit der Tragödie Macbeth von William Shakespeare verbunden. Das Schloss war der Handlungsort um die Tragödie und den Tod Duncans. Jedoch wurde das Schloss erst 300 Jahre nach dem Tode Macbeths erbaut.

Das Schloss wird in den Wintermonaten von Angelika Campbell, Countess Cawdor bewohnt.









































Eine weitere Legende besagt, dass dem Erbauer William, Thane of Cawdor im Traum aufgegeben wurde, ein Maultier mit Gold zu beladen. Wo dieses Tier sich dann zum Schlafen niederlegte, sollte eine Burg errichtet werden. Das Tier ruhte an einem Stechpalmenbusch. William ließ an dieser Stelle einen Turm um den Ilexbusch errichten.













Die dazugehörigen Gardens. 





















Weiter Richtung Kaledonischer Kanal und den großen Lochs. 



Da ist er also, Loch Ness, der größte der drei langgestreckten Süßwasserseen im Great Glen, welches die schottischen Highlands von der Schottischen See bis zur Nordsee in gerader verlaufender Linie vollständig durchschneidet. Loch Ness erstreckt sich über 36 Kilometer. Gemessen an der Wasseroberfläche ist Loch Ness nach Loch Lomond der zweitgrößte See Schottlands. Aufgrund seiner Tiefe hat er das größte Wasservolumen aller schottischen Seen.

Seit Jahrhunderten wird immer wieder von Sichtungen eines Seeungeheuers berichtet. Nessie wird üblicherweise als Plesiosaurier beschrieben, mit einer Länge von bis zu 20 Metern. Ihre Existenz wäre als so genanntes Kryptid erklärbar, ein dem Menschen unzugängliches und somit unerforschtes Tier, vergleichbar mit Bigfoot und Yeti.
Die meisten Wissenschaftler und Experten erklären die Berichte über Nessies Existenz allerdings als absichtliche wie unabsichtliche Falschmeldungen oder Fehlbestimmungen von gewöhnlichen Tieren. Regional ist der Mythos eine wichtige Einnahmequelle, da der See eines der Hauptziele für den Tourismus in Schottland ist. Nessie wird gelegentlich in der Presse thematisiert, insbesondere während des Sommerlochs.





Mal schauen, ob Nessie von shortbread angelockt wird. 🤭



Blick auf Urquhart Castle. Dort starteten die meisten Nessie-Expeditionen.



Was ist denn der schwarze Punkt links im Wasser? Doch Nessie? 😱



Durch Hochebenen und tollste Moorlandschaften ging es weiter Richtung Atlantik. Wettertechnisch fehlte nur noch der Schnee. 😂



Angekommen an der Atlantikküste.



Erster Kontakt mit den Midgies. 🥴🦟



Das Hotel in Gairloch, direkt am Strand gelegen.













Ahhh. 😵







Das Abendessen war etwas skurril.






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